Software & Apps

apps, programme, software, freeware, spiele und tools

Netz & Social Media

google, facebook, twitter, bloggen, browser, marketing

Technik & Hardware

computer, handy, geräte, reparatur, iphone, android

Leben & Gesundheit

leben, körper, arbeit, karriere, gesundheit, ernährung, lifestyle

Hobby & Freizeit

garten, heim, auto, spiele, party, geschenke, heimwerken, kochen

Antibiotika und Sport: Gefahren und Nebenwirkungen

Nachdem wir den Beitrag Antibiotika und Alkohol publizierten, erreichten uns per Mail viele Nachfragen, wie sich Antibiotika im Zusammenhang mit Sport auswirken würde. Sind Antibiotika und Sport eher unbedenklich oder setzen wir uns dabei einem erhöhten Risiko aus?

Grundsätzlich möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Antibiotika nicht ohne Grund verschrieben werden und sehr hochdosierte Medikamente sind, die bakterielle Infektionen in den Griff bekommen sollen.

Das bedeutet, dass der Arzt unsere Krankheit so einschätzt, dass uns nur die Behandlung durch ein Antibiotikum Linderung bringen kann, weshalb wir auf Belastungen aller Art verzichten sollten.

Denn wer krank ist, sollte das Bett hüten und nicht unbedingt Erfüllung in körperlicher Ertüchtigung suchen oder gar Sport treiben. Dennoch sind solche Aussagen sehr pauschal und erklären nicht, welche Risiken bei Antibiotika und Sport de facto bestehen. Ändern wir das doch einfach.

Was passiert bei der Einnahme von Antibiotika?

Gefahren und Nebenwirkungen bei Antibiotika und Sport, Bild: Klicker / pixelio.de

Antibiotika und Sport sind niemals eine gute Kombination © Klicker / pixelio.de

Antibiotika werden verabreicht, um bakterielle Infektionen in den Griff zu bekommen. Das bedeutet, dass das Antibiotikum aktiv dafür Sorge trägt, dass sich Bakterien in unserem Körper nicht weiter vermehren können oder dass diese direkt durch die Antibiotika abgetötet werden.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Ansätze, was erklärt, warum es viele verschiedene Antibiotika auf dem Markt gibt.

Die einen hindern die Bakterien daran, die eigene Zellwand aufrechtzuerhalten (Zellwandsynthese), andere hemmen die DNA-Replikation der Bakterien und wieder andere Antibiotika stören aktiv die Bildung von Folsäure, die für Bakterien lebenswichtig ist.

 Passende Angebote auf Amazon

Bakterien kommen allerdings überall in unserer Umwelt und natürlich unserem Körper vor und sind sogar nützlich für die Gesundheit.

Beispielsweise werden zahlreiche Abläufe der menschlichen Verdauung allein durch Bakterien geregelt, weshalb wir prinzipiell nicht dafür sorgen sollten, dass Bakterien abgetötet werden. Eben nur die, die Infektionen und in der Folge Krankheiten verursachen.

Da Antibiotika allerdings nicht zwischen nützlichen und „schlechten“ Bakterien unterscheiden können, werden meist alle Bakterien im menschlichen Körper gehemmt oder gar angegriffen, was in der Folge die bekannten Nebenwirkungen des Medikaments bedeuten kann.

So wird uns schlecht und wir sind von Übelkeit geplagt und unsere Verdauung gerät ein wenig aus den Fugen.

Allerdings haben Antibiotika grundsätzlich keinen negativen Effekt auf die menschliche Gesundheit und sind vollkommen verträglich und nur die Wechsel- und Nebenwirkungen sind es, die uns zu schaffen machen.

Uns muss also klar sein, auch wenn wir es vielleicht nicht aktiv merken, dass in unserem Inneren ein Kleinkrieg der Bakterien tobt und wir geschwächt sind, weshalb Sport und andere Aktivitäten eher hinderlich sind.

Antibiotika und Sport: Eine Herzensangelegenheit

Wurden uns also Antibiotika verschrieben, kämpft der Körper gegen gefährliche Bakterien an, auch wenn wir das nicht unbedingt merken.

Dieser Fakt ist es allerdings, der uns im Zusammenhang mit Antibiotika und Sport zu denken geben sollte, denn das Medikament beeinflusst alle bakteriellen Elemente in unserem Körper, was bedeutet, dass wir schwächer sind.

So kann es vorkommen, dass mit der Behandlung durch Antibiotika Areale in unserem Körper leiden und angreifbar werden. Beispielsweise kann im schlimmsten Fall eine Entzündung des Herzmuskels mit der Einnahme einhergehen, wodurch jegliche Belastung das Herz gefährdet.

Treiben wir nun also Sport, obwohl die Leistung des Hezens eingeschränkt ist, kann dieses in der Folge kollabieren. Das wäre allerdings das schlimmste denkbare Szenario bei der Verbindung von Antibiotika und Sport.

Darmtrakt, Sport und Antibiotika

Wie eingangs erwähnt, greift das Antibiotikum auch die Bakterien im Darmtrakt an und wir können Probleme mit der Verdauung bekommen.

Nun ist es allerdings so, dass die Darmflora sehr wichtig ist, um unser Immunsystem auf Vordermann zu halten und unseren Körper mit Vitaminen und Mineralien zu versorgen, die wichtig sind, um alsbald auf dem Dampfer zu sein.

Aber natürlich ist ein funktionierender Darmtrakt nicht nur für die Gesundung entscheidend, sondern auch für das allgemeine Wohlbefinden.

Ist dieser natürliche Ablauf allerdings gestört, kann uns Sport den metaphorischen Rest geben, denn körperliche Ertüchtigung oder Anstrengung ist keine gute Idee, wenn das Immunsystem schwächelt oder die Vitaminversorgung durch den Darmtrakt nicht gewährleistet ist.

Antibiotika einnehmen und trotzdem Sport machen

Natürlich stet es Ihnen frei, mit Ihrer Gesundheit umzugehen, wie Sie wollen. Wenn Sie das Risiko also eingehen möchten, können Sie natürlich trotz Antibiotika-Einnahme Sport treiben.

Gerade Leistungssportler neigen dazu, alle Ratschläge in den Wind zu schlagen und dennoch das volle Sportprogramm zu absolvieren. Allerdings ist dieses Vorgehen aus den genannten Gründen nicht zu empfehlen.

Weiterhin reagiert unser Körper im Eigentlichen kaum auf den Sport, wenn wir Antibiotika einnehmen, so dass sich kaum ein messbarer Trainingseffekt einstellt und wir in der Folge sinnlose Riskien eingehen.

Das bedeutet, dass der Körper wenig auf Sport anschlägt und folglich bleibt dieser letzten Endes sogar nutzlos.

Wenn Sie also Antibiotika und Sport verbinden, zögern Sie die Gesundung unnötig heraus, da der Körper zusätzlich belastet wird, wobei das auferlegte Traningsprogramm nicht einmal seinen Zweck erfüllt.

Es wäre also besser, auf Sport zu verzichten, dadurch schnell gesund zu werden und dann wieder durchzustarten.

Nach der Antibiotika-Kur mit dem Sport beginnen

Allerdings sollten wir es auch nach der Behandlung durch Antibiotika mit dem Sport ruhig angehen lassen. Denn der Körper ist noch geschwächt.

Es empfiehlt sich, behutsam mit dem Sport zu beginnen und nicht gleich volle Leistung abzurufen. Zwar empfehlen einige Ärzte, mindestens ebenso lange auf Sport zu verszichten, wie die Behandlung durch Antibiotika erfolgte, doch ist dies nicht immer notwendig. Wenn Sie sich jedoch matt und ungesund fühlen, kann diese Faustregel durchaus nützlich sein.

Es hängt nämlich häufig vom Gesamtzustand des Patienten ab, ob Sport schon wieder in den Alltag gehören sollte oder eben nicht.

Sie können also durchaus direkt nach der Antibiotika-behandlung mit dem Sport anfangen. Allerdings sollten Sie sehr deutlich auf die Signale des Körpers achten und in keinem Fall gleich Höchstleistungen erwarten.

Wenn Sie beispielsweise regelmäßig laufen oder joggen, können Sie mit niedriger Geschwindigkeit und kurzen Strecken nach der Antibiotika-Behandlung beginnen. Achten Sie vor allem darauf, dass der Puls nicht gleich zu Beginn durch die Decke geht, sondern nur leicht ansteigt.

Allerdings besteht die Gefahr, dass Sie einen Infekt verschleppen, der Sie im Nachhinein erneut zu Boden wirft.

Es gilt also grundsätzlich, dass sich Antibiotika und Sport nicht vertragen und wir in jedem Fall langsam nach der Behandlung mit dem Traning beginnen sollten, um uns keinen unnötigen Risiken auszusetzen und uns zusätzlich belasten.

Weiterhin ist es wichtig, das Immunsystem und den Darm wieder auf Vordermann zu bringen, so dass der Sport keinen negativen Effekt auf unsere Gesundheit hat.

  • Sie können dem Effekt vorbeugen, indem Sie ein Produkt konsumieren, das mikroverkapselte Darmbakterien enthält (bspw. Symbiotin von allsani) und diesen durch probiotische Laktobakterien stärkt.
  • Einen ähnlichen Effekt erzielen Sie auch, wenn Sie probiotische Joghurts essen. Allerdings ist der Anteil der Darmbakterien hierbei sehr gering. Unterstützend kann dies allerdings dennoch sein.

Antibiotika und Sport: Fazit

Abschließend möchten wir Ihnen noch einmal alle wesentlichen Aspekte des Beitrags zusammenfassen, um die wichtigsten Punkte im Zusammenhang von Antibiotika und Sport aufzuzeigen.

  • Grundsätzlich vertragen sich Antibiotika und Sport nicht, da der Körper durch das Anitbiotikum geschwächt wird.
  • Es ist sinnvoll, die Einnahme von Antibiotika ohne Sport zu „genießen“, da nicht nur „gefährliche“ Bakterien angegriffen werden, sondern auch wichtige.
  • Außerdem schlägt Sport recht wenig an und der Traningseffekt bleibt oftmals vollends aus. Deshalb ist das Verzichten für Sportler vielleicht gar nicht so schlimm und kann verkraftet werden.
  • Nach Ihrer Erkrankung können Sie langsam wieder mit dem Sport beginnen, wobei Sie in jedem Fall auf die Signale Ihres Körpers achten sollten.
  • Es ist sinnvoll, solange auf Sport zu verzichten, wie die Antibitika-Kur andauerte und das Traning langsam wieder aufzunehmen.
  • Unterstützend können Sie probiotische Bakterien konsumieren, um Ihren Darmtrakt wieder auf Vordermann zu bringen und das Immunsystem anzukurbeln.

Wir hoffen, dass Sie in diesem Beitrag alle wesentlichen Informationen über das Zusammenspiel von Antibiotika und Sport gefunden haben, die Sie suchten. Sollten noch Fragen bestehen, freuen wir uns über einen Kommentar.

Antibiotika und Sport: Gefahren und Nebenwirkungen
4.64 (92.73%) 99 Votes

Tags: , , , ,

2 Kommentare »

Ergänze diesen Tipp!